Der Name Simson ist bis heute vielen Menschen ein Begriff – vor allem durch die legendären Mopeds, die Generationen geprägt haben. Weniger bekannt ist die Geschichte der jüdischen Unternehmerfamilie, die hinter diesem Namen stand. Über Jahrzehnte gehörten die Simsons zu den bedeutenden Industriellen Deutschlands und trugen maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Region bei.
Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme geriet die Familie jedoch zunehmend unter Druck. Ausgrenzung, Verfolgung und schließlich die Enteignung ihres Unternehmens bedeuteten das Ende einer bemerkenswerten Erfolgsgeschichte.
Im Rahmen dieser Veranstaltung im Verkehrsmuseum Dresden wird in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V. die Geschichte der Familie Simson, ihre Bedeutung für Industrie und Gesellschaft sowie die Folgen der nationalsozialistischen Judenverfolgung beleuchtet. Dabei wird sichtbar, wie eng deutsche Wirtschafts-, Alltags- und Erinnerungsgeschichte miteinander verwoben sind.